BAULEITPLANUNG

Aufstellung Bebauungsplan Nr. 35 "Sondergebiet Einzelhandel Blaue Wiese" Barth

Auftraggeber

Immobiliengesellschaft EDEKA Nord mbH
über das Amt Barth

 

Leistungen

Bebauungsplanung

Formulierung der Beschlüsse und Bekanntmachungen

Abstimmung mit der Verkehrsplanung (Verkehrsplaner und Straßenbauamt)

Zusammenstellung und Auswertung nach § 3 Abs.2 und § 4 Abs.2 BauGB

Erstellung der Verfahrensakte

 

Planungszeitraum

01.2013 - 11.2014

 

Fläche

ca. 2,62 ha

 

Ergebnis der Planung

 

Im Bereich Blaue Wiese / Umgehungsstraße ist die Neubebauung mit zwei baulich getrennten Einzelhandelseinrichtungen, einem ergänzenden Schnellrestaurant mit Drive-In-Angebot samt zugehörigen Zufahrten, Anlieferung und Parkierungsfläche geplant. In diesem Rahmen ist auch die Verschiebung und Neugestaltung der Anbindung an die Umgehungsstraße in Form eines Kreisverkehres vorgesehen. Aufgrund des Umfangs des Vorhabens sowie der erheblichen zu berücksichtigen städtebaulichen Belange, insbesondere der Einbindung in das Siedlungsbild, der Herstellung einer geordneten und gesicherten Erschließung sowie der Anforderungen eines hinreichenden Schallimmissionsschutzes angrenzender Baugebiete, wird die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich.

 

Das bestehende Marktgebäude ist aufgrund erheblicher baulicher Mängel abgängig und muss daher ersetzt werden. Zur zukünftigen Sicherung der Marktfähigkeit der beiden am Standort ursprünglich ansässigen Einzelhandelsbetriebe wird die Errichtung von zwei getrennten Marktgebäuden erforderlich. Für den EDEKA-Markt ist zudem laut Einzelhandelsgutachten eine Erweiterung der Verkaufsfläche erforderlich. Die entstehenden Einzelhandelsbetriebe sind zukünftig Kern des nahversorgungszentrum Barth-Süd und tragen somit zur Versorgung der Bevölkerung der Stadt Barth und in deren gesamten Einzugsbereichs sowie auch der Tourismusregion mit dem benachbarten Tourismusschwerpunktraum Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit Waren und Dienstleistungen maßgeblich bei und sorgen zudem für den Erhalt und die Entwicklung von Arbeitsplätzen.

 

Gegenstand des vorliegenden Bebauungsplans ist auch die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für die Realisierung der neuen Anbindung an die Landesstraße L21 in Form eines Kreisverkehrs, womit ein Planverfahren nach Straßen- und Wegegesetz (StrWG) MV durch den Bebauungsplan ersetzt wird (§ 45 Abs. 7 StrWG-MV). Entsprechend erfolgt die Planaufstellung in enger Abstimmung mit der zuständigen Straßenbauverwaltung; sämtliche im Rahmen des normalerweise erforderlichen straßenrechtlichen Planverfahrens erforderlichen Planungen werden parallel zum Aufstellungsverfahren des Bebauungsplans erarbeitet und mit den zuständigen Straßenbaubehörden abgestimmt.