BAULEITPLANUNG

Aufstellung Bebauungsplan Nr. 8 "Feriendorf Claus Störtebeker" Pruchten

Auftraggeber

Gemeinde Pruchten

 

Leistungen

Erstellung Bebauungsplanung

Zusammenstellung und Auswertung der Beteiligungsverfahren nach § 3 und § 4 BauGB

Verfahrensmanagement

Koordination aller Planungsleistungen

 

Planungszeitraum

07.2009 - 10.2010

 

Fläche

ca. 14,6 ha

 

Ergebnis der Planung

 

Die Gemeinde Pruchten liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Tourismusschwerpunkt Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Entsprechend der räumlichen Lage hat die Gemeinde neben einer angemessenen Eigenentwicklung auch für einen weiteren Ausbau der touristischen Infrastruktur Vorsorge zu treffen. 

 

Für den Bereich des Feriendorfes „Claus Störtebeker“ ist eine umfassende städtebauliche Neuordnung erforderlich. So ist die Bestandsbebauung des ehemaligen Feriendorfs von einer Durchmischung von Ferienwohnen und Dauerwohnen geprägt. Durch die bisherige durchgängige Verwaltungspraxis, Baugesuche auf der Fläche des Feriendorfes nach § 35 BauGB zu beurteilen, sind der weiteren baulichen Entwicklung enge Grenzen gesetzt, ggf. angestrebte Nutzungsänderungen und Erweiterungen nicht gesichert. Mit der erfolgten Überplanung sind nun auch für die Zukunft des Standorts erforderliche bzw. hinsichtlich der weiteren gemeindlichen Entwicklung sinnvolle Nutzungsänderungen bzw. Nachnutzungen möglich. So besteht u.a. die Nachfrage, bisher als Ferien- bzw. Wochenendhäuser genutzte Gebäude als Altersruhesitze nutzen zu können. Die Gemeinde möchte eine entsprechende Entwicklung ermöglichen, da sie durch die neu hinzukommenden Einwohner mit positiven Effekten  für die lokale Wirtschaft und das sonstige Gemeinwohl rechnet. Zudem soll für bereits erfolgte Umnutzungen von Ferienwohnen in Dauerwohnen im Sinne der zukünftigen Entwicklungsfähigkeit des Standorts Rechtssicherheit hergestellt werden.

 

Weiterhin soll das ehemalige  Gastronomie-  und Veranstaltungsgebäude des Feriendorfes zu einer touristischen Infrastruktureinrichtung nachgenutzt werden. Das südlich angrenzende, ehemalige Verwaltungs- und Sozialgebäude soll ergänzend zu einem Hotel ausgebaut werden. Schließlich sollen bisher unbebaute Flächen in den umzäunten Grenzen des ehemaligen Feriendorfes für eine ergänzende Bebauung entwickelt werden.


Mit der Planaufstellung wird letztendlich die Herstellung einer geordneten öffentlichen Erschließung für das gesamte Areal, welche bisher ausschließlich über Grunddienstbarkeiten gesicherte Wegerechte geregelt ist, verfolgt. In diesem Zusammenhang soll auch eine bisher im westlichen Gemeindegebiet fehlende Straßenverbindung in Nord-Süd-Richtung östlich des ehemaligen Feriendorfes hergestellt werden, welche auch für eine gegenüber der Bestandsbebauung konfliktarme Anbindung der neu geplanten Gastronomie- und Beherbergungseinrichtung von der Zeltplatzstraße her sorgen soll.