BAULEITPLANUNG

Bebauungsplan Nr. 72 "Photovoltaik Pütnitz" Ribnitz-Damgarten

Auftraggeber

Stadt Ribnitz-Damgarten

 

Leistungen

Erarbeitung Bebauungsplan

Erarbeitung zugehörige FNP-Änderung

Auswertung der Beteiligungsverfahren nach § 3 Abs.2 und § 4 BauGB

Verfahrenskoordination

 

Planungszeitraum

02.2011 - 06.2012

 

Fläche

ca. 60 ha

 

Ergebnis der Planung

 

Auf einer Teilfläche des ehemaligen Flugfelds von 38,62 ha (Größe des Sonstigen Sondergebiets SO 1) soll eine Freiflächen-Photovoltaikanlage durch einen privaten Investor realisiert werden. Der gewonnene Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.

 

Auf der nordwestlich daran angrenzenden, in den Geltungsbereich einbezogenen Flächen des Sonstigen Sondergebiets SO 2 sind Einrichtungen zu Informations- und Ausstellungszwecken zur ehemaligen und zukünftig beabsichtigten Nutzung des Gesamtstandorts, einschließlich zugehöriger Besucherstellplätze, geplant. Die Ruine des ehemaligen Tower-Gebäudes soll dabei in vorgesehene Nutzung integriert werden. Insbesondere von der Tower-Ebene würde sich dem Besucher ein freier Blick über die PV-Anlage und das übrige, zur touristischen Entwicklung vorgesehene Gelände der Halbinsel eröffnen. Zur Vermeidung von nachteiligen Auswirkungen auf Natur und Landschaft werden die geplanten Ausstellungs- und Informationsgebäude sowie zugehörige Nebenanlagen und Besucherstellplätze ausschließlich durch Nachnutzung bestehender Gebäudesubstanz bzw. auf bereits versiegelten Flächen realisiert.

 

Mit dieser Entwicklung eines Teils der ehemaligen Militärliegenschaft verfolgt die Stadt die Absicht, eine mit Altlasten und großflächigen Versiegelungen beeinträchtigte und damit in den Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkte Fläche (Konversionsfläche) einer wirtschaftlich sinnvollen Nutzung zuzuführen.

 

Die von baulichen Anlagen weitgehend freizuhaltenden Waldabstandsflächen werden, soweit möglich zu naturnahen Wiesenflächen entwickelt. Ergänzend erfolgt im südlichen Teil des Abstandsstreifens, auch zur Erfüllung artenschutzrechtlicher Anforderungen und zum Ausgleich von entfallenden Biotopen inmitten der geplanten Photovoltaikanlage, die Schaffung eines Kleingewässers sowie Gehölzstrukturen auf Teilflächen.