UMFASSENDE PARTIZIPATION

Integriertes ländliches Entwicklungskonzept Nordvorpommern und Rügen

Auftraggeber

Landkreis Vorpommern-Rügen

 

Leistungen

Moderation in Lenkungsgruppe und Workshops

Ämterbereisung und Experteninterviews

Teilnehmende Beobachtung, Befragungen

kontinuierliche Einbindung der administrativen Einheiten

Öffentlichkeitsarbeit und Moderation

 

Planungszeitraum

10.2014 - 05.2015

 

Fläche

ehemaliges Kreisgebiet Nordvorpommern und Rügen

 

Ergebnis der Planung

 

Die Erarbeitung der Integrierten ländlichen Entwicklungskonzepte (ILEK) für die Regionen Nordvorpommern und Rügen erfolgten in einem intensiven kooperativen Planungsprozess. Unser Büro war zuständig für die Moderation, die fachliche Beratung und das Erstellen der ILEKs. Durch eine dialogorientierte Zusammenarbeit in unterschiedlichen Gremien in Politik und Verwaltung sowie (nicht-)öffentlichen Veranstaltungen wirkten regionale Akteure aus Kommunen und Städten, Vereinen und Verbänden sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger und sonstige Träger öffentlicher Belange maßgeblich an der Entwicklungsstrategie und Konzepterarbeitung mit.

 

Die Lenkungsgruppe, bestehend aus unterschiedlichen Vertretern des Landkreises, des Regionalmanagements und dem LAG-Vorstand der LEADER-Regionen sowie unserem Büro, erarbeitete in insgesamt sechs Sitzungen die Entwicklungsstrategie und bereitete das Konzept fachlich und organisatorisch vor. Mit der Gründung einer Lenkungsgruppe wurde über den gesamten Planungsprozess hinweg wurden in dieser alle für das ILEK relevanten Fragen und Herausforderungen diskutiert und Entscheidungen gefällt.

 

Um eine umfassende Bestandsanalyse nicht nur über quantitatives Datenmaterial zu generieren, wurden über einen Zeitraum von sechs Wochen 20 Interviews geführt, pro Amtsbereich/amtsfreie Gemeinde/Stadt ein Interview. Zu den Interviewpartnern zählten u.a. Bürgermeister, Vertreter der Bauämter und Kurverwaltungen sowie Leitende Verwaltungsbeamte und politische Vertreter. Die Ämterbereisung, als erstes Transparenz schaffendes Mittel gegenüber dem Konzept, hatte dahingehend große Relevanz für den ILEK-Prozess, als das die administrativen Einheiten der Region von ihren Experten, über die Betrachtung der Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken, charakterisiert wurden. Somit konnte eine umfassende SWOT-Analyse gewährleistet werden, eine erste und die Entwicklung einer Strategie erst entstehen.

 

 

Durch einen fortwährenden Kontakt mit und der Zuarbeit von verschiedenen Vertretern eines jeden Amtsbereiches/amtsfreier Gemeinde/Stadt ist die Kriterienauswahl für förderfähige Vorhaben eng an die zukünftigen Planungen und Maßnahmen der administrativen Einheiten geknüpft. Die Erarbeitung der Entwicklungsstrategie sowie die Formulierung der Auswahlkriterien bildete zusätzlich den Themenschwerpunkt in für jede Region zwei organisierten Workshops. Jeder Workshop sah entsprechend den drei entwickelten Handlungsfeldern drei Arbeitsgruppen vor, in denen im ersten Workshop handlungsfeldübergreifend das Leitbild und im zweiten Workshop handlungsfeldspezifisch die Auswahlkriterien behandelt wurden.

 

Große Abstimmung bedurfte es mit dem LEADER-Prozess, dessen Terminsetzung zur Gründung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Regionen für die neue Förderperiode und für die Erarbeitung der Strategie für die lokale Entwicklung (SLE) mit dem ILEK-Prozess zusammenfiel. Zudem bestanden große Parallelen von der regionalen Abgrenzung bis zur inhaltlichen Gestaltung der Konzepte. Daher fand kontinuierlich eine enge Abstimmung und Kooperation mit den LEADER-Regionen statt.