UMFASSENDE PARTIZIPATION

Außenhafen Prerow - eine Chance?

Auftraggeber

Amt Darß/Fischland mit Gemeinde Prerow

 

Leistungen

Bestandsanalyse des Status Quo

Vorbereitung, Durchführung und Moderation des Workshops

Dokumentation des Workshops

Öffentlichkeitsarbeit und zusammenfassende Darstellungen

 

Planungszeitraum

05.2015

 

Fläche

Gemeinde Prerow / Außenhafen

 

Ausgangslage

 

Der ehemals militärische genutzte Hafen am Darßer ort befindet sich seit 1990 in der Kernzone des Nationalparkes "Vorpommersche Boddenlandschaft". Die in der Hafenzufahrt erforderlichen Entsandungsmaßnahmen durch Baggerungen und der Betrieb des Hafens beeinträchtigen die angestrebte natürliche Entwicklung in der Kernzone des Nationalparks.

 

Der Hafen übernimmt allerdings eine wichtige Funktion für die Seenotrettung und die maritime Notfallversorgung im Seegebiet vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Beide Aufgaben werden durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wahrgenommen. Darüber hinaus hat der Hafen eine wichtige Schutzfunktion für Fischer und Sportbootführer, da die nächsten Schutzhäfen Warnemünde und Barhöft viele Seemeilen entfernt liegen und bei ungünstigen Witterungsverhältnissen schwer anzusteuern sind.

 

Wegen der Bedeutung des Hafens im Hafennetz von Mecklenburg-Vorpommern wird der am Darßer Ort bestehende Hafen seit 1990 als landeseigener "Nothafen" betrieben. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten zur Anlage eines "Ersatzhafens" vor Prerow und vor Zingst untersucht, da die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern den "Bau eines Etappenhafens auf dem Fischland-Darß-Zingst für erforderlich" hält. Nachdem in den vergangenen Jahren verschiedene größere Projekte zur Anlage von Sporthäfen nicht realisiert werden konnten, untersuchte die Landesregierung die Machbarkeit eines vergleichsweise kleinen Insel-/Offshore-Hafens nahe der Seebrücke vor Prerow mit unterschiedlichen Varianten.

 

 

Ergebnis der Planung

 

Die Prerower Bürgerinnen und Bürger hatten die Gelegenheit im Rahmen eines Workshops über den geplanten Außenhafen in Verlängerung der Seebrücke des Ostseebades zu diskutieren. Eine Präsentation vorab hielt die wesentlichen Parameter zur örtlichen Tourismusentwicklung fest und gab einen kurzen Einblick in den bisherigen und aktuellen Planungsstand. Knapp 40 Teilnehmende diskutierten in drei Arbeitsgruppen zu Fragestellungen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen bewegten.

 

 

Um möglichst alle Anwesenden in die Workshoparbeit einzubinden, wurde sich für einzelne Unterarbeitsgruppen in den drei Arbeitsgruppen entschieden. In kleineren Arbeitsgruppen mit 3 bis 5 Personen besteht für alle Anwesenden die Möglichkeit ihre Ansicht bzw. Position nach außen zu tragen und die Redekultur somit vielfältiger zu gestalten. Jede Unterarbeitsgruppe widmete sich einem Themenschwerpunkt:

  1. Außenhafen als Chance für den maritimen Tourismus in Prerow!?, mit optionaler Diskussion zu Themenwelten
  2. Reflektion und Formulierung von touristischen Zielstellungen mit dem neuen Hafen
  3. Ausgestaltung des Außenhafens sowie landseitige Maßnahmen

Jede Unterarbeitsgruppe widmete sich jedem Themenschwerpunkt circa 20 Minuten und wechselte im Rotationsprinzip alle 20 Minuten den Themenschwerpunkt, bis jede teilnehmende Person alle Themenschwerpunkte behandelt hatte. Die Ergebnisse der kurzweiligen, aber zielgerichteten Diskussion sollte auf drei unterschiedlich farbigen Kärtchen festgehalten werden und Bedenken, Anreize und Potenziale sowie Wünsche äußern lassen. Im Anschluss präsentierten sich die Unterarbeitsgruppen ihre Ergebnisse, tauschten sich aus bzw. diskutierten ihre Vorstellungen und Bedenken.

 

Jeder Unterarbeitsgruppe wurden dem Themenschwerpunkt entsprechend vielfältige Materialien für eine lebhafte Diskussion zur Verfügung gestellt.