NACHHALTIGE REGIONALENTWICKLUNG

Integriertes regionales Entwicklungskonzept "Grünes Dreieck Eldeland"

Auftraggeber

Amt Plau am See

 

Leistungen

Ableitung und Entwicklung eines Leitbildes

Entwicklung realisierbarer Projekte mit Wertschöpfungspotenzial

Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung

 

Planungszeitraum

05.2006 - 12.2006

 

Fläche

Amtsbereich Plau am See

 

Ergebnis der Planung

 

Die Region östlich des Plauer Sees birgt eine Reihe von Potenzialen insbesondere zur örtlichen Wirtschaftsentwicklung, welche bisher nur unzureichend genutzt werden. Mit der Erarbeitung des IREK „Grünes Dreieck Eldeland“ werden daher drei wesentliche Ziele verfolgt:

 

  • die Herausarbeitung regionaler Entwicklungspotenziale
  • Erstellung eines Handlungskonzepts zur Umsetzung der herausgearbeiteten Projektideen und der Handlungsziele
  • Aufbau von regionalen Partnerschaften und Netzwerken mit dauerhaften Strukturen zur Umsetzung der im Handlungskonzept heraus-gearbeiteten Aufgaben

 

Weiterhin werden im Ergebnis der Auseinandersetzung mit den örtlichen Gegebenheiten sowie der intensiven Diskussion mit den die Regionalentwicklung tragenden Akteuren drei Themenbereiche herausgearbeitet, die für eine zukünftige wertschöpfende und nachhaltige Entwicklung besonders aussichtsreich sind. Dies sind der Gesundheitstourismus, der Ausbau regionaler Produktkreisläufe sowie die energetische Landwirtschaft.

 

Im Bereich Gesundheitstourismus geht es in erster Linie darum, verstärkt Gäste zu gewinnen, die den Urlaub zur Prävention bzw. zur Verbesserung des Wohlbefindens nutzen wollen. Dabei wird gezielt auf bereits bestehenden touristischen und gesundheitlichen Angeboten wie Kurklinik oder auch die bestehenden Hotels aufgebaut. Diese werden aber mit neuen zusätzlichen Angeboten z.B. nach Kneipp oder Nordic Walking ergänzt.

 

Im Bereich der regionalen Wertschöpfungsketten werden ebenfalls die insbesondere im Rahmen des LEADER-Prozesses bereits entwickelten Ansätze konsequent ausgebaut. Einen Schwerpunkt bildet hier eine verstärkte Vermarktung.

 

Beim Entwicklungsschwerpunkt energetische Landwirtschaft steht die effiziente Verwertung der Pflanzenproduktion zum Zwecke der Energieerzeugung aber auch für die Grundstoffherstellung im chemischen und pharmazeutischen Bereich im Mittelpunkt. Ein wichtiges Teilvorhaben ist dabei die Schaffung  der planerischen und ökonomischen Voraussetzungen zur Ansiedlung einer Ölmühle in der Region.

 

Moderationsprozess

 

Um die nötigen Grundlagen zu schaffen und verantwortliche Akteure für eine nach Projektende erfolgreiche Fortsetzung der angeschobenen Projekte zu gewinnen, erfolgte eine umfassende Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung.

 

Organisatorischer Kern war die aus der Amtsverwaltung, den bereits im Rahmen des LEADER-Prozesses gebildeten Akteursgruppen und dem Planerteam zusammengesetzte Lenkungsgruppe, die alle wesentlichen Arbeitsschritte, insbesondere die Expertenworkshops und Öffentlichkeitsveranstaltungen, vorbereitete.

 

Als zweites wesentliches Element zur Akteursbeteiligung erfolgten strukturierte Experteninterviews mit örtlichen Akteuren bzw. Multiplikatoren. Im Rahmen eines Expertenworkshops wurden Leitbild und strategische Zielsetzungen diskutiert und erarbeitet. Die sich daraus ergebenen Arbeitsgruppen (Gesundheitstourismus, Wertschöpfungskreisläufe und energetische Landwirtschaft) hatten die Aufgabe, bis zum Ende des Planungsprozesses konkrete Ansätze zu realisierbaren Projekten zu formulieren. Die in der anschließenden Abschlussveranstaltung gegebenen letzten Anregungen wurden in die abschließende Projektdokumentation ebenso eingearbeitet wie entsprechende Stellungnahmen verschiedener regionaler Institutionen.