STRATEGISCHE STADTENTWICKLUNG

Fortschreibung Integriertes Stadtentwicklungskonzept Hansestadt Stralsund

AUFTRAGGEBER

Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund

 

LEISTUNGEN

Überprüfung und Bewertung der gesamtstädtischen Analysen und Prognosen

Stärken- und Schwächenprofil

Alternative Strategieansätze

 

PLANUNGSZEITRAUM

07.2005 - 10.2005

 

FLÄCHE

gesamtes Stadtgebiet



Ergebnis der Planung

 

Die dramatischen Entwicklungen - die rückläufige Bevölkerungsent­wicklung im allgemeinen und die anhaltenden Wan­derungsverluste in den neuen Ländern mit den da­mit verbundenen zunehmen­den Wohnungsleerständen im be­sonde­ren - machten eine Abkehr von bisheri­gen Wachstumsszena­rien und die Entwicklung alternati­ver Herangehens­weisen erforder­lich. So entwickelte die Hansestadt Stralsund bereits 2002 weitrei­chende Strategien in der Stadtentwicklung für den Stadt­umbau und beschloss Ende 2002 das sogenannte "Integ­rierte Stadt­entwick­lungskonzept" (ISEK) als über­greifenden Handlungs­rah­men. Inzwischen wurde zum ei­nen eine Reihe von Einzel­maß­nah­men aus dem damaligen Kon­zept umge­setzt bzw. vorbereitet.

 

Aufgrund weiterhin sinkender Bevölke­rungszahlen und damit verbundenen steigendem Leer­stand, ist eine Fortschreibung des ISEK geboten. Schwer­punkte liegen in der Überprüfung der gesamt­städtischen Planungen und der Funktionszuweisung und Einord­nung der einzelnen Stadtteile und Quartiere und dem Abgleichen der Konzeptaussagen mit den aktuellen Ent­wick­lungs­progno­sen. Dazu wur­den die Bevölkerungs-, Haushalts-, Wohnraum­bedarfs- und Leerstands­prog­nose vollständig, auf aktueller Daten­basis, neu erstellt.

 

Auf dieser Basis wurden alternative Szenarien zur zukünftigen Stadtentwicklung erstellt. Das Szenario "gleichmäßiger Rückbau" sah nur eine vergleichsweise moderate Reduzierung des Wohnbestands sowie der damit verbundenen Wohnfolgeeinrichtungen in den Großwohnsiedlungen Grünhufe und Knieper-West vor. Gleichzeitig ist hier aber nur ein reduzierter bzw. zeitlich gestreckter Wiederaufbau des Weltkulturerbes Altstadt sowie lediglich eine neutrale Bilanz in den Gründerzeitquartieren vorgesehen. Das ambitionierte und letztendlich favorisierte Szenario "Konzentration Kernstadt" dagegen sieht einen kontinuierlichen weiteren Aufbau der Altstadt und auch eine positive Entwicklung der Gründerzeitviertel Frankenvorstadt und Tribseer Vorstadt vor. Im Gegenzug erfolgt ein weitreichender Rückbau der Großsiedlungen Grünhufe und Knieper-West.