STRATEGISCHE STADTENTWICKLUNG

Fortschreibung Rahmenplan Stralsund - Grünhufe

Auftraggeber

Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH

 

Planungszeitraum

07.2004 - 07.2005

 

Fläche

ca. 65 ha

 



Aufgabenstellung

 

Die städtebauliche Rahmenplanung für das Fördergebiet im Rahmen der Programme "Soziale Stadt" und "Stadtumbau Ost" ist mit der Zielstellung einer Anpassung des Wohnungsbestands an die stark reduzierte quartiersbezogene und gesamtstädtische Nachfrage neu aufzustellen. Insbesondere die von den zwei vorangegangenen Rahmenplänen nicht gelösten Probleme des Leerstands und der fehlenden Akzeptanz bei Bewohnern und Wohnungswirtschaft gleichermaßen gilt es zu lösen, die erheblichen schon umgesetzten Freiraummaßnahmen nach Möglichkeit zu integrieren. Zudem ist der Dialog mit Wohnungsunternehmen und Bewohnern zu moderieren.

 

 

Ergebnis der Planung

 

Der Stadtumbau lässt sich letzt­endlich nur in Abhän­gigkeit von den finanziellen Mög­lichkeiten der Wohnungs­unter­nehmen und sonstiger Ei­gentümer realisie­ren. Durch eine finanz­ielle Bewertung der einzelnen Rück­bau­varianten wird deren öko­no­mische Vergleich­bar­keit ermög­licht.

 

Basis der Bewertung der jeweiligen Beiträge der einzelnen Wohnungsunternehmen ist ein Risiko- und Lastenausgleich. Dieser bilanziert neben der Woh­nungs­reduzie­rung auch weitere wichtige Maßnahmen zur Stabili­sierung des Stadtteils, insbesondere Investitionen in alten- und behindertengerechtes Wohnen sowie in Versorgungs- und Freizeitinfrastruk­tur.

 

Im Sinne der Nachhaltigkeit wird eine kom­pakte Stadtstruktur entwickelt, welche langfristig vollständigen Rückbau des ge­samten nordwestlichen Teilbereichs vorsieht, einschließlich der technischen Infrastruktur mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die laufende Unterhaltung.

 

Mit den Wohnungsunternehmen wird eine Übereinkunft zu deren individuellen Rück­baubeiträgen und deren zeitlicher Einordnung geschlossen. Die Bürgerschaft bestätigt den Rahmenplan im September 2006. Die einzelnen Rückbau- und Aufwertungsmaß­nahmen erfolgen bereits ab August 2005 auf Grundlage des neu aufgestellten Rahmen­plans. Die 1. und 2. Rückbaustufe ist abgeschlossen.

 

 

Methodik

  • Vertiefende wohnungswirtschaftliche Analyse zu Bauzustand, Ausstattung, Angebotsqualitäten und Leerstand sowie Leerstandsentwicklung
  • Bewertung der tatsächlichen Rückbaukosten und Konzept für einen Risiko- und Lastenausgleich zwischen den Wohnungsunternehmen unter Berücksichtigung deren investiver Beiträge
  • Szenario-Methodik im Rahmen der Zielfindung und Konsensbildung
  • Finanzierbares und organisatorisch machbares Rückbaukonzept bis 2020 in Stufen
  • Moderation fortlaufende Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Wohnungsunternehmen
  • Moderation Bürgerinformations- und Diskussionsforen