STRATEGISCHE STADTENTWICKLUNG

Entwicklungskonzept Hansestadt Greifswald - Fettenvorstadt

Auftraggeber

Universitäts- und Hansestadt Greifswald

 

Leistungen

Bestandserhebung und Analyse

Darstellung künftiger Entwicklungsmöglichkeiten

Vertiefende Ausarbeitung der ausgewählten Vorzugsvariante

 

Planungszeitraum

2008 - 2010

 

Fläche

ca. 77 ha

 

Ergebnis der Planung

 

Die Fettenvorstadt war über lange Abschnitte der Stadtentwicklung von der Kernstadt und dem übrigen Stadtbereich weitgehend isoliert. Insbesondere die Bahntrasse stellt bis in die heutige Zeit eine funkti­onale wie optische Barriere dar. Infolge dieser Isolation bleibt der Stadtteil bis 1990 und teilweise darüber hinaus auf vielen Entwick­lungsfeldern hinter den anderen Stadtbereichen zurück. Die eigenen Stärken und Potenziale dieses Standorts kommen kaum zum Tra­gen.

 

Daher gilt es zukünftig die besonderen Stärken und Potenziale der Fettenvorstadt konsequent zu nutzen und gleichzeitig sind Defizite und daraus erwachsende Risiken für die weitere Stadtteilentwicklung zu berücksichtigen. Im Ergebnis muss ein Leitbild für die Entwicklung der Stadtein­gangsachse stehen, welches neue Entwicklungschancen berück­sichtigen kann, zugleich aber Chancen für die Bewahrung der vielfäl­tigen, erhaltenswerten, architektonischen und stadträumlichen Situationen schafft und die Steuerung des Stadtumbauprozesses im Interesse einer geordneten städtebaulichen Gesamtentwicklung ermöglicht.

 

Ziel der Planung muss ein langfristig funktionierender und von allen Beteiligten getrage­ner Planungsrahmen für die Fettenvorstadt sein, welcher in der Lage ist, sich ver­änderten zukünftigen Rahmenbedin­gungen flexibel anzupassen. Mit diesen veränderten Rahmen­bedin­gungen muss zukünftig verstärkt gerechnet werden, insbesondere gilt dies für die Finanzausstattung der Kommunen und der Förderpro­gramme, aber auch betref­fend der zukünftigen Entwicklung der Uni­versität Greifswald sowie von Einzelhandel und Wohnen. Die Fetten­vorstadt ist bisher weder im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost noch im Rahmen anderer Programme der Städtebauförderung oder der Europäischen Union als Fördergebiet berücksichtigt. Daher wird dem privaten Handeln und den privaten Investitionen auch zu­künftig ein besonderer Stellenwert zukommen.